Stefan Hofmann, der Autor
Stefan Hofmann
Jahrgang 1969
Ich lebe im Zürcher Oberland. Ich bin Musiker, Tüftler – und jemand, der genau hinschaut, wo andere wegsehen.
Fast blind zur Welt gekommen, wurde ich früh mit Grenzen konfrontiert. Mit knapp einem Prozent Sehvermögen lernte ich schnell, wie die Welt funktioniert – und wo sie nicht funktioniert. Seit 2010 bin ich vollständig blind.
Ich habe Klavierstimmer und Klavierbauer gelernt, meinen eigenen Betrieb aufgebaut und später als Selbstständiger Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen vertrieben. Zwei Firmen, zwei Welten – und immer wieder die gleiche Erfahrung: Systeme haben Lücken. Und Menschen fallen hindurch.
Nach einem beruflichen Umbruch während der Pandemie lebe ich heute im Tösstal, unterrichte Schwyzerörgeli und ich begann zu schreiben.
Meine Geschichten entstehen nicht am Schreibtisch allein. Sie entstehen aus Begegnungen, aus Reibung, aus dem, was im Alltag oft übersehen wird. Mich interessiert nicht nur, wer etwas tut – sondern warum.
Der Krimi, In blinder Wut, ist genau daraus entstanden: aus der Frage, was passiert, wenn ein Mensch immer wieder an Grenzen stösst – bis irgendwann nichts mehr geht.
Ich schreibe Krimis mit Haltung. Nicht, um zu beruhigen. Sondern um hinzusehen.
